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2. Gesundheitstage Bad Bocklet

Das Bedürfnis gesund zu sein und zu bleiben, gewinnt immer mehr an Bedeutung und Aufmerksamkeit. Aus diesem Grund lädt das Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet am 06. und 07. September 2008 zu den „2. Gesundheitstagen Bad Bocklet“ ein.

Gütesiegel Well-Vital für das Rehazentrum

Das Rehazentrum und Parkhotel Bad Bocklet haben das Gütesiegel Well-Vital der Bayern Tourismus Marketing GmbH verliehen bekommen.


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Montag, 22. Januar 2007

Europaabgeordnete besucht Bad Bockleter Rehazentrum

 

Bad Bocklet. Einen Arbeitsbesuch stattete Dr. Anja Weisgerber, CSU, Mitglied des Europäischen Parlaments, dem Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocket ab und lies sich vor Ort vom Geschäftsführer des Rehabilitationszentrums, Harald Barlage und dem ärztlichen Direktor, Herrn Privatdozent Dr. Eckhard Friedel über die medizinischen Entwicklungen informieren.

p1010037kleinHarald Barlage zeigte sich in seiner Begrüßung sehr erfreut über diesen Besuch, da Frau Dr. Weisgerber unter anderem Gesundheitspolitische Sprecherin der CSU Europa Gruppe ist und sich im Rahmen der Volksgesundheit um Programme und spezielle Aktionen im Bereich öffentliche Gesundheit, sowie der Prävention und Kontrolle von Krankheiten kümmert.

Die Entwicklung der Rehabilitation stellte Harald Barlage am Beispiel der Bad Bockleter Rehaklinik, von der Blütezeit in den 80er und 90er Jahren ebenso dar, wie den Niedergang der Rehabilitation durch das Beschäftigungs- und Wachstumsförderungsgesetz des damaligen Gesundheitsminister Seehofers aus dem Jahre 1997.  Hiervon, so Barlage weiter, haben sich die meisten Rehabilitationskliniken bis heute nicht erholt. Viele Kenner der Szene gehen davon aus, dass es in den nächsten 3 bis 5 Jahren zu einer deutlichen Marktbereinigung mit dem Verlust von vielen Arbeitsplätzen kommen wird.

Dieser Problematik hat sich die Bad Bockleter Einrichtung intensiv gestellt und zusätzliche Disziplinen, wie die Orthopädie und die Geriatrie rechtzeitig etabliert und sich zunehmend auch mit der Thematik Prävention auseinandergesetzt.

Frau Dr. Weisgerber ermutigte die Bad Bockleter Verantwortlichen, den Präventionsgedanken weiter zu forcieren, da während der Deutschen EU Ratspräsidentschaft Maßnahmen im Fordergrund stehen werden, die den Gesundheitsschutz, also die Prävention fördern.

Einen breiten Raum nahm die Diskussion zur Umsetzung der Arbeitszeitrichtlinie unter der besonderen Situation einer Rehaklinik ein. Die Chefärzte machten deutlich, dass ein bereitschaftsdiensthabender Arzt im Akutkrankenhaus, der möglicherweise aufgrund von Notfällen kaum zum schlafen kommt, nicht mit einem bereitschaftsdiensthabenden Arzt in einem Rehabilitationszentrum verglichen werden darf. Letzterer ist zwar in der Klinik für den Notfall anwesend ist, kann in den meisten Fällen jedoch ohne Arbeitseinsatz durchschlafen. In diesen Fällen ist es für die Arbeitgeber nur schwer verständlich, wenn alle Mediziner mehr oder weniger vom Gesetz her gleich behandelt werden sollen und am nächsten Tag ihren Dienst nicht fortsetzen dürfen. Die lebhafte Diskussion mit Anja Weisgerber verdeutlichte, welche unterschiedlichen Interessenlagen gerade ein Europaparlament in einer gesetzlichen Regelung zu berücksichtigen hat, da Länder wie England eine sehr weit ausgelegte Arbeitszeitrichtlinie forderten, während andere eine eher enge Zeitauslegung forderten.

Sehr kritisch äußerte sich Harald Barlage zu den schon vorhandenen und weiter geplanten grenzüberschreitenden Gesundheitsleistungen. Natürlich können wir nicht ein vereintes Europa fordern, so Barlage, und den Wettbewerb im Gesundheitswesen einfach ausblenden. Wenn wir in Deutschland aber einen hohen Qualitätsstandard fordern, ein aufwendiges Qualitätsmanagement betreiben, dann darf es nicht sein, dass in anderen europäischen Ländern diese Leistungen ohne abgestimmte Qualitätsstandart erbracht werden, da dann nicht mehr von fairen Bedingungen gesprochen werden kann.

Bei einem gemeinsamen Rundgang durch das Rehabilitations- und Präventionszentrum zeigte sich Anja Weisgerber von der Investitionskraft des Bad Bockleter Unternehmens und der frühzeitigen Weichenstellung auch in Richtung der Prävention, die im Europaparlament mit dem Aktionsprogramm Gesundheit 2007 bis 2013 eine hohe Priorität genießt, sehr beeindruckt.
 
 
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